BEDEUTUNG & SPRACHE

übergriffig

Adjektiv

Aussprache

Lautschrift: [ˈyːbɐˌɡʁɪfɪç]

Echte Ausspracheaufnahme.

Aufnahme & Lizenz

Lars Engelmann · CC BY-SA 3.0 · Quelle & Nachweis · Lizenz

Kurz erklärt

Übergriffe in die Rechte, den Bereich, die Angelegenheiten und insbesondere in die sexuelle Selbstbestimmung anderer verübend

übergriffig (Deutsch)

Adjektiv

Positiv Komparativ Superlativ
übergriffig übergriffiger am übergriffigsten
Alle weiteren Formen: Flexion:übergriffig
[2] übergriffiger Mammutbaum

Worttrennung:

über·grif·fig, Komparativ: über·grif·fi·ger, Superlativ: am über·grif·figs·ten

Bedeutungen:

[1] Übergriffe in die Rechte, den Bereich, die Angelegenheiten und insbesondere in die sexuelle Selbstbestimmung anderer verübend
[2] veraltet, in Bezug auf Baumstämme: so dick, dass ein Mann den Stamm mit beiden Armen nicht umfassen kann

Synonyme:

[2] (sehr) dick

Sinnverwandte Wörter:

[1] untergriffig

Gegenwörter:

[1] zurückhaltend
[2] dünn

Beispiele:

[1] „Zwei Tage später reisten die Erzbischöfe Zollitsch und Marx nach Rom, um dort mit dem Papst über die Umstände von Mixas Rücktrittsgesuch zu reden; am Morgen vor der Abreise hatte sie jener Missbrauchs-Verdacht erreicht, bei dem das angebliche Opfer später dementieren sollte, dass der Bischof ihm gegenüber übergriffig geworden sei.“[1]
[1] „Auch Valerij M. wird von der zierlichen Frau als übergriffig beschrieben: Er habe sie an Po und Busen begrapscht.“[2]
[1] „Sven findet, Ilka müsse um Erlaubnis fragen, sie sei übergriffig. Ilka sagt, sie habe doch nur Urlaubsfotos gucken wollen.“[3]
[1] „Es muss ja nicht der sexuell übergriffige Dominique Strauss-Kahn gewesen sein. Hat Madame Bruni-Sarkozy, als Topmodel ans Licht der Scheinwerfer gewöhnt, nicht erst kürzlich mit dem auf junge Frauen fixierten Woody Allen gedreht?“[4]
[1] „Der Krimi traf den Siebziger-Jahre-Sound mit den duzfüßigen Sozialkundelehrern, die sich übergriffig an die Schülerinnen heranmachten und die nach der natürlichen Triebordnung in Frage kommenden Jungen ins Abseits schickten.“[5]
[1] „In Weimar habe er gelernt, dass die angeblich so neutrale öffentliche Hand viel übergriffiger sei, als es sich Konzerne je erlauben würden.“[6]
[2] Mammutbäume dürften die übergriffigsten Stämme überhaupt haben.

Übersetzungen

 [1] Übergriffe in die Rechte und insbesondere in die sexuelle Selbstbestimmung anderer verübend
  • Englisch: encroaching → en, infringing → en, invasive → en, intrusive → en
  • Französisch: intrusif → fr, envahissant → fr
  • Italienisch:
  • Spanisch:
 [2] so dick, dass ein Mann den Stamm mit beiden Armen nicht umfassen kann
  • Englisch:
  • Französisch:
Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Pierer’s Universal-Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart. 4., umgearbeitete und stark vermehrte Auflage. 19 Bände. Altenburg 1857–1865 „übergriffig“
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „übergriffig“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „übergriffig“

Quellen:

  1. ↑ Matthias Drobinski/Stefan Mayr: "Ich brauche deine Liebe". sueddeutsche.de, 21. Juni 2010, abgerufen am 29. Mai 2011.
  2. ↑ Uta Eisenhardt: Porno-Aufnahmen in der Abstellkammer. stern.de, 2. September 2008, abgerufen am 29. Mai 2011.
  3. ↑ Wolfgang Schmidbauer: Darf sie sein Handy nehmen? ZEIT ONLINE, 28. Dezember 2010, abgerufen am 29. Mai 2011.
  4. ↑ Kommentar: Ein Mädchen, bitte ein Mädchen! Nürnberger Zeitung, 18. Mai 2011, abgerufen am 29. Mai 2011.
  5. ↑ Nikolaus von Festenberg: Ein deutsches Fernsehwunder. SPIEGEL ONLINE, 7. April 2008, abgerufen am 29. Mai 2011.
  6. ↑ Christof Siemes: Das Leben, made by VW. ZEIT ONLINE, 24. April 2003, abgerufen am 29. Mai 2011.

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Quelle & Lizenz

Wiktionary: „übergriffig“ – Autorinnen und Autoren gemäß Versionsgeschichte. Text unter CC BY-SA 4.0.

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Stand: 2026-10-14T23:38:06+00:00 · Mehr über unsere Quellen