Aussprache
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Kurz erklärt
hinzufügend, Zusätzlichkeit ausdrückend: außerdem, ferner, darüber hinaus, im Übrigen [a] hauptsatzeinleitend, oft in „und auch“ [b] in „sowohl … als auch“, „sowohl … wie auch“, „nicht nur … sondern auch“: das Eine und außerdem das Andere [c] in „auch das noch“: Ausruf, der verwendet wird, wenn zum wiederholten Male oder zusätzlich etwas Unangenehmes geschieht
| Siehe auch: Auch |
auch (Deutsch)
Konjunktion, Adverb
Anmerkung zur Wortart:
- Das Wort wird als Konjunktion und als Adverb verwendet. Semantische Unterschiede ergeben sich daraus keine. In lexikographischen Werken wird es meist als Adverb oder Konjunktion, selten als beides geführt. Konjunktion und Adverb werden daher hier ebenfalls gemeinsam behandelt. Die Abgrenzung zur Partikel (siehe unten) ist eindeutiger. Die steigernde, heraushebende Bedeutung [3] wird von manchen Autoren jedoch der Partikel zugeordnet.
Worttrennung:
- auch
Bedeutungen:
- [1] hinzufügend, Zusätzlichkeit ausdrückend: außerdem, ferner, darüber hinaus, im Übrigen
- [a] hauptsatzeinleitend, oft in „und auch“
- [b] in „sowohl … als auch“, „sowohl … wie auch“, „nicht nur … sondern auch“: das Eine und außerdem das Andere
- [c] in „auch das noch“: Ausruf, der verwendet wird, wenn zum wiederholten Male oder zusätzlich etwas Unangenehmes geschieht
- [2] parallelisierend, Übereinstimmung ausdrückend, ein expliziter Bezug kann fehlen: ebenfalls, ebenso, gleichermaßen
- [a] das folgende Wort, Satzglied verstärkend
- [b] eine vorausgehende Konjunktion verstärkend
- [c] in „sowohl … als auch“, „sowohl … wie auch“, „nicht nur … sondern auch“: in der einen Art und Weise und gleichermaßen in der anderen Art und Weise
- [d] vergleichend, in Verbindung mit „so“ (veraltend auch mit „also“): entsprechend
- [3] steigernd, heraushebend: selbst, sogar
- [a] eine Verneinung verstärkend: nicht einmal, sogar nicht
Abkürzungen:
- [1–3] a.
Herkunft:
- Althochdeutsch ouh seit dem 8. Jahrhundert bezeugt, mittelhochdeutsch ouch. Entspricht altsächsisch ōk, mittelniederdeutsch ōk, mittelniederländisch ooc, ōc, niederländisch ook; altenglisch ēac, ēc, englisch veraltet eke; altnordisch auk (später ok), schwedisch och „und“, ock „auch“, dänisch og „auch“; gotisch auk „denn“, „aber“, „auch“.[1]
Synonyme:
- [1] außerdem, des Weiteren, ferner, fernerhin, weiters, zudem
- [2] desgleichen, ebenfalls, ebenso, gleichermaßen, gleichfalls, gleichsam
Gegenwörter:
- [1] nicht
Beispiele:
- [2] Er machte es auch so wie die Anderen.
Charakteristische Wortkombinationen:
- auch noch, siehe auch
Übersetzungen
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- [1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „auch“
- [1–3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Neubearbeitung (A–F), 9. Bände. Göttingen/Berlin 1980–2016 „auch“ (digitalisierte Fassung)
- [1–3] Goethe-Wörterbuch „auch“
- [1, 2] Duden online „auch“ (Adverb)
- [3] Duden online „auch“ (Partikel)
- [1–3] The Free Dictionary „auch“
- [1–3] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „auch“ auf wissen.de
- [2, 3] WAHRIG Deutsches Wörterbuch „auch“ auf dwds.de
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „auch“
Quellen:
- ↑ Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „auch“
Partikel
Worttrennung:
- auch
Bedeutungen:
- [1] bekräftigend, bestätigend: tatsächlich, wirklich, in der Tat; kennzeichnet etwas zuvor Angedeutetes, Vermutetes, Prognostiziertes, Erwartetes als wahr, richtig, real, eingetreten
- [2] verallgemeinernd, in Verbindung mit Interrogativpronomen, Relativpronomen oder -adverbien
- [3] kausal: nämlich, denn; erläutert, begründet einen zuvor geschilderten Sachverhalt oder begründet etwas erläuternd anhand eines zuvor geschilderten Sachverhalts
- [4] konsekutiv: folglich, demzufolge
- [5] konzessiv, einräumend oder einschränkend
- [6] in Fragesätzen, auch in indirekten Fragen: drückt Zweifel, Unsicherheit oder Ähnliches am erfragten Sachverhalt aus
- [a] in rhetorischen Fragen: impliziert eine entgegengesetzte Antwort
- [b] in Fragesätzen, die als Aussage- oder Ausrufesatz fungieren: drückt eine negative Stellungnahme, Kritik aus
- [7] kennzeichnet eine Aussage, einen Sachverhalt als unbestreitbar und setzt damit Zustimmung voraus
- [8] umgangssprachlich, in Aussage- oder Ausrufesätzen: drückt Verärgerung, Verwunderung, Vorwurf oder Ähnliches aus
- [9] in Flüchen, verstärkend
Herkunft:
- siehe oben
Synonyme:
- [9] noch eins, nochmal
Beispiele:
- [9] Teufel auch!
Übersetzungen
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- [1–3, 5, 6, 8, 9] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „auch“
- [1–9] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Neubearbeitung (A–F), 9. Bände. Göttingen/Berlin 1980–2016 „auch“ (digitalisierte Fassung)
- [1–5] Goethe-Wörterbuch „auch“
- [1, 2, 5, 6, 8] Duden online „auch“ (Partikel)
- [1, 5, 9] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „auch“ auf wissen.de
- [1, 5, 9] WAHRIG Deutsches Wörterbuch „auch“ auf dwds.de
Ähnliche Wörter (Deutsch):
- ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Aach, ach, Ach, Asch, Bauch, buch, Buch, euch, Euch, fauch, Gauch, Hauch, huch, Huch, Jauch, juch, Lauch, Luch, ouch, rauch, Rauch, Ruch, such, tauch, Tuch
- Anagramme: Ucha
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Quelle & Lizenz
Wiktionary: „auch“ – Autorinnen und Autoren gemäß Versionsgeschichte. Text unter CC BY-SA 4.0.
Originaleintrag (Version 10783112) · Autorinnen, Autoren & Versionsgeschichte
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Stand: 2026-10-12 · Mehr über unsere Quellen